Kernspintomographie/MRT

Die Bildgebung mittels MRT erfolgt ohne Strahlung in einem Magnetfeld. Mittels Hochfrequenzimpulse werden die Wasserstoffkerne in den Geweben angeregt, welche dann Signale aussenden, die dann in detaillierte Bildinformationen umgewandelt werden können. Man erhält präzise und hochaufgelöste Schnittbilder von verschiedenen Körpergeweben und Organen.
Sehr viele verschiedene Körperabschnitte und Organe können detailliert untersucht werden, weswegen diese Schnittbildgebung weltweit verbreitet und etabliert ist.
Moderne MRT-Geräte sind wie eine Röhre aufgebaut, wobei die zu untersuchende Körperregion in der Mitte der Röhre positioniert werden muß, um eine optimale Bildqualität zu erhalten. Für Patienten mit Klaustrophobie bzw. Platzangst kann das problematisch sein. Wir bieten auch Untersuchungen in einem MRT-Gerät mit weiter Öffnung (70 cm) an. Gegebenenfalls kann auch die Anwesenheit einer Begleitperson im Untersuchungsraum oder die Gabe eines entspannenden Medikamentes hilfreich sein, um die Untersuchung zu ermöglichen. Bitte informieren Sie uns bereits bei der Terminvereinbarung, ob Sie unter Klaustrophobie / Platzangst leiden.

Je nach Erkrankung ist die Gabe eines intravenösen Kontrastmittels erforderlich. MRT-Kontrastmittel sind im Allgemeinen sehr gut verträglich und Nebenwirkungen treten nur sehr selten auf. Bei eingeschränkter Nierenfunktion muß evtl. auf die Kontrastmittel-Gabe verzichtet werden.
Patienten mit einem medizinischen Implantat, wie z.B. Herzschrittmacher, Defibrillator, Neurostimulator, Innenohr-Implantat oder Pumpen können nicht im MRT untersucht werden, da das Magnetfeld zu Schäden an diesen Geräten führt. Gelenkprothesen und Gefäß-Stents sind meistens unproblematisch und haben gegebenenfalls Störungen der Bildqualität in unmittelbarer Umgebung zur Folge.

Zur Untersuchung sollten Sie bitte Folgendes mitbringen:

  • Überweisungsschein und Chipkarte
  • Aktueller Kreatininwert, wenn bei Ihnen eine Nierenerkrankung, Diabetes mellitus besteht oder wenn Sie älter als 50 Jahre sind
  • Voraufnahmen
  • Bei Trägern von medizinischen Implantaten (außer Gelenkprothesen) sind die Geräteausweise mitzubringen, die gegebenfalls die MRT-Tauglichkeit bescheinigen
  • Röntgen- und Allergiepass (falls vorhanden)

Funktionelle Prostata-MRT

Die funktionelle Prostata-MRT verwendet besondere Meßparameter (Dynamische Kontrastmittel-gestützte Sequenzen, Diffusionsgewichtete Sequenzen, hochauflösende T2-gewichtete Sequenzen), die exakt die Lokalisation und Ausdehnung eines Prostata-Carcinoms darstellen können. Dies ist wichtig für die Therapieplanung. Auch wird diese Methode bei erhöhten PSA-Werten eingesetzt, wenn Biopsien einen Tumor nicht nachweisen konnten, jedoch weiterhin der Verdacht auf ein Prostata-Carcinom besteht.
Auch nach Operation und Strahlentherapie eines Prostata-Carcinoms kann die funktionelle Prostata-MRT ein lokales Rezidiv des Tumors nachweisen oder mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließen.

Oberarm / Schultergelenk im MRT

MRT-Gerät

T2-gewichtete MRT der Prostata

Diffusions-gewichtete MRT: der dunkle Fleck (Pfeil) markiert den Prostata-Krebs

T2-gewichtete MRT der Prostata: der Pfeil markiert den Krebs

MRT der Prostata und des Beckens nach dynamischer Kontrastmittelgabe: der Tumor in der Prostata (Pfeil) zeigt ein rasches Auswaschen des Kontrastmittels. Kein Nachweis von Lymphknoten-Metastasen